GSA – Die High-Tech-Schmiede

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GSA – Die High-Tech-Schmiede

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Kostenstabilität bei steigenden technologischen Anforderungen – auch dank Makino

In der Gesenkschmiede geht es heiß her: aus rot glühenden Stahlblöcken werden in Massivumformung mit gigantischen Kräften Schmiedeteile geformt; die Mitarbeiter liefern körperliche Höchstleistungen unter extremsten Bedingungen; die Werkzeuge sind stärksten Beanspruchungen mit extremer Druck- und Wärmebelastung ausgesetzt. Hier sieht man: das Gesenkschmieden hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr zu einem High-Tech-Prozess verwandelt. Das stellt auch immer höhere Anforderungen an die Werkzeuge.

Mahindra Forging Europe

Die Gesenkschmiede Schneider GmbH (GSA) in Aalen gehört zur Mahindra Forgings Europe AG, die mit einem Umsatz von € 250 Millionen (2010) und mehr als 1.500 Beschäftigten an neun Standorten in Deutschland und England zu den fünf größten Schmiedeunternehmen weltweit zählt. Mahindra Forgings Europe wiederum ist Teil des indischen Konglomerats Mahindra& Mahindra, eines der weltgrößten multinationalen Konzerne mit einem Umsatz von 12,5 Milliarden US-Dollar und ca. 120.000 Mitarbeitern weltweit.

Vierfache Kompetenz

Spezialgebiete der GSA sind die Produktion von Kolben, Achsschenkeln und -stummeln, Wellen, Ventilen sowie Lenkungs- und Getriebeteilen für Nutzfahrzeuge im Gewichtsbereich von 120 g bis 125 kg, die in den Fertigungsverfahren Gesenkschmieden mit Pressen und Hämmern, Warmfließpressen, Waagerechtstauchen, Feinschmieden und Reibschweißen hergestellt werden.

Was das Unternehmen allerdings besonders auszeichnet ist die Kompetenz in vier Bereichen: Schmiede-Know-how, hohe Qualitätsstandards, gut qualifizierte Mitarbeiter sowie Spitzentechnologie. Auch dank der im Mahindra Forgings-Verbund erzielten Synergieeffekte bleibt die GSA in der Gesenkschmiedetechnologie technisch führend. Durch ein strenges Qualitätssystem werden die anspruchsvollen Anforderungen der Kunden erfüllt. Dazu gehören bekannte Größen wie Daimler, MAN, Volvo, Scania, Fendt, John Deere oder Linde. Bei der GSA ist die Belegschaft nicht nur loyal und hochmotiviert, sondern auch bestens qualifiziert. Hierbei spielen nicht nur Weiterbildungsmaßnahmen eine Schlüsselrolle, sondern auch eine Ausbildungsquote von über 5 %, womit auch in Zukunft für gut ausgebildete Mitarbeiter gesorgt wird. Da alle Auszubildende nach der Lehre übernommen werden, bleibt das Know-how im Haus. Durch stetige Investitionen in Forschung konnte die GSA allein in den letzten drei Jahren 18 Patente und Gebrauchsmuster anmelden. Dank dieser vierfachen Kompetenz profitieren GSA-Kunden von Schmiedeteilen, die filigraner, leichter und preiswerter als je zuvor sind.

Werkzeugkosten stabil gehalten

Unter den donnernden Schlägen eines 20.000 mt Hammers werden Schmiedegesenke enorm beansprucht. Dennoch müssen die in Serie produzierten Schmiedeteile millimetergenaue Qualitätsanforderungen erfüllen. Unerschwingliche Werkzeugkosten als Konsequenz? Nicht bei der GSA, wo sie seit Jahren stabil geblieben sind – ein wichtiger Wettbewerbsvorteil im Hochlohnland Deutschland. Mahindra & Mahindra weiß die technische Führerschaft von der GSA zu schätzen und sorgte für finanzielle Unterstützung während der Wirtschaftskrise. Das Aalener Unternehmen musste in dieser Zeit Auftragsrückgänge von 65 bis 70 % hinnehmen; doch mit Hilfe des Mutterkonzerns konnte die gesamte Kernmannschaft gehalten werden.

Hohe Zuverlässigkeit

Wie kann die GSA seine Gesenkkosten seit Jahren stabil halten? Auf Grund der immer weiter steigenden Kosten für Gesenke bzw. Gesenkwerkstoffe wurde vor ca. 12 Jahren das Gesenkfüllschweißen im Werkzeugbau eingeführt. Durch die Verwendung unterschiedlicher, und über die Jahre immer verschleißfesterer Schweißzusatzwerkstoffe mit Festigkeiten von 36 bis 58 HRC wurden auch die Ansprüche an die Zerspanung immer höher. Allerdings wusste Gerhard Bayer, Leiter Werkzeugbau und Hammerschmiede bei der GSA, eine Lösung: „Für High- Tech-Gesenkschmieden braucht die GSA den besten Partner im Werkzeugbau – und der heißt Makino!“ Vor mehr als zehn Jahren kaufte die GSA zwei horizontale Bearbeitungszentren (BAZ) von Makino – eine A77 und eine A99e, jeweils mit einer 18.000 min–1, HSK-100 Spindel. Obwohl seitdem die beiden Maschinen ununterbrochen im 3-Schicht- bzw. Vollkonti-Betrieb arbeiten, musste keine Spindel erneuert werden. Dank der Zuverlässigkeit der Spindeln sowie der hohen Steifigkeit der Maschinen wurde in den letzten 10 Jahren nahezu 100 % technische Verfügbarkeit erzielt.

Kapazitätserweitung

2011 wollte die GSA seine Kapazität im normalen Maschinenbereich bei Werkzeugen bis Ø 500 mm erweitern. Durch die langjährige Erfahrung mit der A77 und der A99e entschied sich das Unternehmen für eine weitere Maschine von Makino. Jedoch sollte das vertikale BAZ F5 vorher von Makino getestet werden, um seine Genauigkeit und Oberflächequalität bei der Bearbeitung von einem Werkstück aus 1.2344 Stahl zu prüfen. Mit seiner 12.000 min-1 und 117 Nm SK-40 Spindel bewies die F5 nicht nur die gewünschte Leistung, sondern war auch noch 22,7 % schneller als die anderen Anbieter.

Makino empfohlen

Dass GSA mit der Performance der Makino-Maschinen ganz zufrieden ist, zeigt sich daran, dass Geschäftsführer Ernst-Peter Schmitz seine indischen Kollegen überzeugte, zwei Makino V77 vertikale BAZs für ein Schmiedewerk in Indien zu kaufen. Obwohl zuerst skeptisch, sind die Inder inzwischen von Schmitz‘ High-Tech-Empfehlung begeistert. Auch in den anderen Werken der Schmiedegruppe, z. B. bei Jeco in Gevelsberg, sind zahlreiche Makino-Maschinen im Werkzeugbau und in der mechanischen Bearbeitung im Einsatz. Bei Schöneweiss in Hagen wird derzeit eine neue Fertigung aufgebaut. Und auch hier basiert die Bearbeitungslinie auf Makino-Maschinen.

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